FinanzOnline: fünf Einstellungen für den Start
Das Minimum, das man gleich nach dem ersten Login erledigen sollte – damit man Briefe nicht in der Papierpost suchen muss.
FinanzOnline ist der Kanal, über den das Finanzamt standardmäßig mit Ihnen kommuniziert. Ein Brief, den Sie nicht gesehen haben, gilt als zugestellt. Deshalb sind fünf Einstellungen beim Start keine Frage des Komforts, sondern eine Frage, ob Sie eine Frist verpassen.
Fünf Einstellungen, die Sie sofort vornehmen sollten
Erstens: die elektronische Dokumentenzustellung aktivieren und unbedingt eine E-Mail-Adresse für Benachrichtigungen über neue Post in der Databox hinterlegen. Ohne diese Einstellung kommen Briefe still ins Portal.
Zweitens: auf die Anmeldung über ID Austria statt mit Passwort umstellen. Das ist nicht nur sicherer, sondern rettet Sie auch, wenn das Passwort kurz vor einem Deadline verloren geht.
Drittens: Bankdaten für Rückerstattungen eintragen. Eine Überzahlung ohne hinterlegtes Konto wartet einfach im System, bis Sie sich daran erinnern.
Viertens: den Zugang für den Steuerberater einrichten — und ihn auf die Berechtigungsstufe beschränken, die tatsächlich benötigt wird. Ein gemeinsamer Zugang ist praktisch, bis der Berater wechselt.
Fünftens: zur Gewohnheit machen, die Databox einmal pro Woche zu prüfen. Zwei Minuten am Freitag sind günstiger als ein Säumniszuschlag für eine versäumte Frist.
Das Finanzamt bestraft selten einen Zahlenfehler. Es bestraft das Schweigen als Antwort — und das ist genau der Teil, den man einmal einrichten kann.
Wenn das Portal bereits eingerichtet ist, bleibt eine Kleinigkeit: prüfen, ob die E-Mail-Adresse für Benachrichtigungen noch aktuell ist. Der häufigste Grund für einen verpassten Brief ist eine Adresse, die vor drei Jahren angelegt wurde und längst nicht mehr gelesen wird.
Wir helfen bei ID Austria, FinanzOnline und weiteren digitalen Behördenservices. In dieser Rubrik zerlegen wir Verfahren in einzelne Schritte — ohne Fachjargon.