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Steuern · Finanzen№ 04 · 3 Minuten Lesezeit

Neue Beitragssätze der Sozialversicherung 2026

Was sich bei den FOP-Beiträgen ab Januar ändert – und wie sich das auf Ihr monatliches Budget auswirkt.

RedaktionWenexus Consulting · Steuern und Meldewesen ·

Der Jänner im Leben eines FOP beginnt nicht mit Plänen, sondern mit einem Brief von der SVS. Er kommt still, ohne Drama, und teilt die Summe mit, die nun monatlich zurückgelegt werden muss. Die gute Nachricht: In diesem Brief gibt es fast nie etwas Überraschendes — wenn man weiß, woraus er besteht.

Es ändert sich nicht der Satz, sondern die Bemessungsgrundlage

Die Prozentsätze selbst stehen von Jahr zu Jahr fest: Pensionsversicherung — 18,5 % des Einkommens, Krankenversicherung — 6,8 %, Unfallversicherung — ein fixer kleiner Monatsbetrag, plus 1,53 % in die Selbständigenvorsorge. Indexiert wird etwas anderes — die Mindestbemessungsgrundlage, auf deren Basis die SVS den Beitrag berechnet, wenn Ihr Einkommen darunter liegt.

Praktisch bedeutet das: Auch in einem bescheidenen Jahr zahlen Sie nicht „null", sondern ein Minimum — und dieses Minimum wächst jedes Jahr ein wenig mit dem Index. Für das erste Tätigkeitsjahr ist das der häufigste Grund für Verwunderung: Das Einkommen hat kaum begonnen, und die Beiträge laufen bereits.

Warum die Rechnung zweimal kommt

Die SVS stellt zunächst vorläufige Beiträge aus — berechnet auf Basis der Daten des drittvorangegangenen Jahres. Sobald das Finanzamt Ihren tatsächlichen Gewinn übermittelt, folgt die Nachbemessung: entweder eine Nachzahlung oder ein Guthaben für künftige Quartale. Genau dieser zweite Brief begründet den Ruf der „plötzlichen" Rechnungen.

Die SVS bestraft kein niedriges Einkommen. Sie bestraft die Überraschung — daher ist die einzige wirksame Vorbeugung eine Reserve, keine Hoffnung.

Was im Jänner zu tun ist, nicht erst im Dezember

Berechnen Sie die monatliche Reserve sofort nach der neuen Bemessungsgrundlage — etwa ein Drittel der Quartalsrechnung, separat zurückgelegt. Wenn das Jahr schlechter läuft als erwartet, stellen Sie einen Herabsetzungsantrag: Das ist ein legaler Weg, die Vorauszahlungen zu senken, und kein Weg, Schulden aufzuschieben. Läuft das Jahr besser — ist es umgekehrt sinnvoll, die Bemessungsgrundlage freiwillig anzuheben, um in zwei Jahren keine hohe Nachzahlung zu erhalten.

Die Quartalstermine bleiben wie gewohnt: Ende Februar, Mai, August und November. Eine Kalendererinnerung für vier Termine — und der Brief von der SVS ist keine Neuigkeit mehr.

RedaktionSteuern und Meldewesen · Wenexus Consulting

Wir betreuen die Erklärungen von FOP und kleinen Unternehmen — von der ersten EAR bis zur Basispauschalierung. In dieser Rubrik zeigen wir, was das Finanzamt am häufigsten prüft.

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